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26. September 2017

Bücher


Cola, Reis & Heuschrecken. Welternährung im 21. Jahrhundert

Investoren aller Art profitieren von der Spekulation mit Nahrungsmitteln. Agrarkonzerne zerstören die Lebensgrundlage von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Auf Äckern, die einst der lokalen Bevölkerung Kartoffeln, Bohnen und Mais lieferten, wachsen heute Biospritpflanzen und Viehfutter für den weltweit steigenden Fleischkonsum. Der Hunger in den ärmsten Ländern der Welt ist eine gemachte Katastrophe - und eine vermeidbare.
Spannend, informativ und aufrüttelnd - mit Beiträgen von Katharina Döbler, Benedikt Härlin, Hilal Sezgin, Harald Schumann, Jean Ziegler u.a.

Edition Le Monde diplomatique (2011): Cola, Reis & Heuschrecken. Welternährung im 21. Jahrhundert." taz Verlags- und Vertriebs GmbH, Berlin. Großformat, broschiert, 112 Seiten. ISBN 978-3-937683-31-7. Weitere Informationen unter www.monde-diplomatique.de


So schmeckt die Freude

Manfred Buchinger kocht in der „Alten Schule“ nahe Wolkersdorf auf Haubenküchenniveau zu Gasthauspreisen. Dementsprechend kommen alle gerne, vom einfachen „Hackler“ bis zum welterfahrenen Gourmet. Man sitzt auf einer einfachen Holzbank und genießt gemeinsam das gute Essen und die exquisiten Getränke. U.a. und ganz selbstverständlich auch Sonnentor-Tee. Für diesen steht nun wieder Hannes Gutmann, der im versteckten Waldviertler Sprögnitz ein Bio-Teeparadies von Weltbedeutung aufgebaut hat. Gemeinsam haben die Beiden ein erweitertes Kochbuch geschrieben – bzw. von Eva Rossmann schreiben lassen. Erweitert deshalb, da die modern-bodenständigen und fast immer einfach nachzukochenden Rezepte von einem erfrischenden Wirtshausgespräch der Beiden und ausführlichen Porträts der wichtigsten Kräuter und Gewürze begleitet werden. Ein Kochbuch, das förmlich nach Wald- und Weinviertel riecht und zudem sehr schön aufgemacht ist. Ein willkommenes Geschenk für einen selbst oder wen, den/die man liebt!

Manfred Buchinger und Johannes Gutmann (2011): So schmeckt die Freude – Kochen und Genießen mit Kräutern, Blüten und Gewürzen; Residenz Verlag, ISBN: 978-3-7017-3217-3 Weitere Informationen im Buchhandel und unter www.buchingers.at oder www.sonnentor.com


Wie wir uns über gute Lebensmittel freuen können, Bauernhöfe keine Fabriken werden und was sich dafür verändern muss

Toni Hubmann, der gute Freiland-Hühnerbaron aus der Steiermark, beginnt sein Buch mit dem Satz: „So komisch es heute klingt: Ich hatte ursprünglich gar nicht vor, selber Bauer zu werden“. Wahrscheinlich ist das einer der wesentlichen Punkte, um nicht nur mit „Tonis Freilandeier“ eine der bekanntesten und erfolgreichsten österreichischen Lebensmittelmarken aufzubauen, sondern auch einer der größten heimischen Bio-Legehennenbauern mit konsequenter Freilandhaltung zu werden. Toni Hubmann ist nicht nur ein außergewöhnlicher Geschäftmann, sondern auch ein durch und durch politischer Mensch – im positivsten Wortsinn. Seine Mission und seine Visionen hat er mit seinem Insider- und Fachwissen in dieses sehr persönliche Buch verpackt: Freiheit den Hühnern. Warum ich etwas unternehmen musste. Die Freude, Tieren gerecht zu werden. Die Konsumenten sagen uns, was zu tun ist. Der Preis der Kostenrechnung. Für eine Agrarpolitik frei von Untertänigkeit. Der Wert der Freundschaft. Einen neuen Anfang machen. So lauten die Buchkapitel des 140 Seiten schlanken Taschenbüchleins. Wer sich nur ein bisschen für gute Lebensmittel interessiert, - wer tut das nicht? - die/der wird mit den Informationen, den „Gschichtln“ und den stylishen Grafiken eine Freude haben.

Toni Hubmann (2010): Wie wir uns über gute Lebensmittel freuen können, Bauernhöfe keine Fabriken werden und was sich dafür ändern muss; Echomedia Buchverlag, ISBN: 978-3-902672-30-8 Weitere Informationen im Buchhandel und unter www.tonis.at


Beschäftigungsmöglichkeiten für Schweine- Lösungen-Bewertungen-Kosten

In freier Wildbahn verbringen Schweine den Großteil ihrer Zeit mit Wühlen und Graben, um ausreichend Futter zu finden. In den heutigen Haltungssystemen ist dies nicht mehr notwendig (bzw. nicht mehr möglich), da den Tieren ausreichend Futter zur Verfügung gestellt wird. Aber auch bei genügend Futtervorlage zeigen Schweine weiterhin das futtersuchende Verhalten des Wühlens und Grabens. Werden vom Tierhalter keine Möglichkeiten zur Ausübung dieses Verhaltens zur Verfügung gestellt, so schrecken die Tiere auch nicht davor zurück, ihre Artgenossen anzuknabbern. Welche Lösungen es gibt, welchen Nutzen diese für das Tier bringen und wie sie zu bewerten sind, wird in der Broschüre übersichtlich dargestellt. Trotz abschreckender Fotos von Schweinen auf Vollspaltenböden eine gut aufbereitete Broschüre - konventionelle Schweinebauern sollten unbedingt einen Blick rein werfen- aber auch schweinehaltende Biobauern können sich die eine oder andere Anregung holen.
Weitere Information: Beschäftigungsmöglichkeiten für Schweine- Lösungen- Bewertungen-Kosten. Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft, KTBL-Heft 87, Darmstadt.


Ganzjährige Freilandhaltung von Mutterkühen- tier- und standortgerecht

In manchen Regionen bietet sich dem Wanderer ein ungewohntes Bild, wenn sich neben den Schneemassen Rinder fröhlich auf der Winterweide herum tummeln. Diese Rinder haben das Glück in dem tier- und umweltgerechten Haltungssystem der ganzjährigen Freilandhaltung zu leben. Diese Haltungsform bietet sowohl Rindern als auch Betreibern große Vorteile, ist jedoch auch mit hohen Anforderungen verbunden. Die KTBL Schrift gibt einen guten, wissenschaftlich fundierten Überblick über die Ansprüche der ganzjährigen Freilandhaltung. Sowohl an einer Umstellung interessierte als auch bereits involvierte Landwirte finden hier Informationen zu Standort- und Futteraspekten, Weidegang, Grundfutterbereitstellung bis hin zur tiergerechten Gestaltung, ethologischen Anforderungen und baulich-technischen Gestaltung. Zwar kein Bio-Ratgeber, aber trotzdem gut.
Weitere Information: Ganzjährige Freilandhaltung von Mutterkühen- tier- und standortgerecht. Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft, KTBL Schrift 481. ISBN 978-3-941583-39-9.


Kein Brot für die Welt. Die Zukunft der Welternährung

Angesichts wohl gefüllter Regale in unseren Supermärkten kaum vorstellbar, aber die Zeiten einer gesicherten Welternährung gehen zu Ende. Seit zwei Jahren explodieren die Preise für Reis, Mais und Weizen. Allein in den letzten sechs Monaten haben sie sich verdoppelt. In Asien reichte das Haushaltsgeld 2006 noch für drei Säcke Reis, heute reicht es kaum noch für einen. In China und Australien verdorren ganze Landstriche aufgrund der Klimaveränderung. In Indonesien und Malaysia riefen die Regierungen zur Rationierung auf. Bis jetzt wirkt sich die herannahende Katastrophe vor allem auf die armen Länder aus. Doch wenn die reichen Industrieländer abwarten, bis die Auswirkungen bei ihnen ankommen, wird es zu spät sein.
Durch Klimawandel, Verlust der Bodenfruchtbarkeit, durch industrielle Monokultur und die Anfälligkeit der Gentech-Pflanzen kehrt der Hunger in die Welt zurück. In dieser Situation bleibt nur eine Notbremsung, die die Priorität der Welternährung auch gegenüber den Interessen der Weltkonzerne durchsetzen muss. Eine radikale Herausforderung, bei der der Menschheit die Zeit davonläuft.
Wilfried Bommert (2009): Kein Brot für die Welt. Die Zukunft der Welternährung. Verlag Riemann; 352 Seiten; ISBN: 978-3-570-50108-5 Weitere Informationen im Buchhandel und unter www.randomhouse.de



Schöne neue Kuhstallwelt

Dank der Verhaltensbiologie, Informatik und Biotechnologie hat sich die moderne Rinderhaltung vollkommen automatisiert. Das Zauberwort der schönen neuen Kuhstallwelt, deren Schöpfer stets behaupten, die Tiere könnten sich frei bewegen und würden artgerecht gehalten, lautet: Herdenmanagement. Wie in modernen Kuhställen öffnen sich heute Türen nur nach einer elektronischen Identifikation. Der Bankomat funktioniert wie ein moderner Kraftfutterausgabeautomat. Die automatisierte Tieridentifikation, Voraussetzung für jedes effiziente Herdenmanagement, findet sich in Krankenhäusern, Altenheimen, Gefängnissen, an Universitäten oder in der Verwaltung.
Ohne die Erfahrungen der Rinderhaltung wäre die heutige Reproduktionsmedizin nicht zu denken. Die moderne Rinderhaltung ist Experimentierraum wie Modell künftiger Herrschaft und Kontrolle. Nicht anders als Kühe liefern wir an zahllosen Schnittstellen die für unsere Bewirtschaftung nötigen Daten. Nicht anders als Kühe werden wir zu ständiger Bewegung gezwungen und verwechseln Freiheit mit dem Zwang, zwischen vorgegebenen Angeboten wählen zu müssen. Wie das Rind konsumieren wir unsere Unterwerfung. Die Verkuhung der Welt ist nicht aufzuhalten.
Bernhard Kathan (2009): Schöne neue Kuhstallwelt – Herrschaft, Kontrolle und Rinderhaltung, 272 Seiten, Abbildungen; ISBN 978-3-927795-50-1; Weitere Informationen unter www.hiddenmuseum.net



 Aktuelle Arbeiten zur artgemäßen Tierhaltung 2009

Auf der Internationalen Tagung für Angewandte Ethologie wurden neueste wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Bereich der Verhaltensforschung vorgestellt. Die Referate befassen sich mit Untersuchungen zum Verhalten von landwirtschaftlichen Nutz- und Heimtieren. Der erste Themenblock widmet sich dem Verhalten der Schweine. Mehrere Beiträge beschreiben Alternativen zum betäubungslosen Kastrieren von Ferkeln. Im zweiten Themenblock wird auf Pferde, im dritten auf Ziegen und Rinder eingegangen. Der vierte Block beschäftigt sich mit den Belangen von Hunden, Katzen und Nerzen. In zwei weiteren Themenblöcken werden aktuelle Untersuchungen im Hinblick auf das Geflügel erörtert.
KTBL-Schrift 479: Aktuelle Arbeiten zur artgemäßen Tierhaltung 2009. Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL), Darmstadt. ISBN 978-3-941583-30-6


So schmecken Wildpflanzen

Meinrad Neunkirchner, begnadeter Koch, und Katharina Seiser, leidenschaftliche Kulinarik-Journalistin, haben sich gefunden um ein wunderschön und  modern gestaltetes Kochbuch über Wildpflanzen zu komponieren und somit altes Wissen wieder lebendig zu machen. Mit dem hosentaschentauglichen Wildpflanzenbegleiter finden Sie sicher die gewünschten Kräuter auf ihrem Weg, mit einfachsten Mitteln können Sie die Aromenvielfalt für das ganze Jahr konservieren und die 144 Rezepte sind meist so einfach, dass das geschmacksexplosive Festessen von der Suppe bis zum Dessert sicher gelingt. Wie wäre es z. B. mit einem überbackenen Brennnesselrisotto oder Taubnesselsalat mit gebratenen Steinpilzen? Ab nun gibt es keine Ausrede mehr, denn die Wildnis ist essbar!
Weitere Informationen: im guten Buchhandel und unter www.loewenzahn.at

 

Eat slow! – Der Weg zum Genuss

Rohschinken vom Blauschimmel-Schaf, Hagebutteneis, Rosensalz, Bergziegenkäse, Orangen-Dillsenf und weitere 115 Spezialitäten aus Ostösterreich finden sich profund beschrieben und wunderschön fotografiert im ersten österreichischen Slow Foodführer. Das kompakte Büchlein stellt einen kleinen Teil jener in Österreich meist gut versteckten Lebensmittelvielfalt in die verdiente Auslage. Das Durchblättern und Gustieren ist eine echte Freude! Als einziger Wermutstropfen bleibt, dass doch überraschend wenige Bio-Spezialitäten vorgestellt werden, am fehlenden Angebot kann es kaum liegen.
Weitere Informationen: im guten Buchhandel und unter www.faltershop.at

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